Meet Kenny Washington, the First Black NFL Player of the Modern Era

The Past in Color zeigt die Arbeit der Koloristin Marina Amaral, die Schwarz-Weiß-Fotos mit digital aufgetragener Farbe zum Leben erweckt.

LAPD Officer. Kleiner Hollywood-Star. Nixon-Unterstützer. Wegbereiter für die Rassenintegration. Kenny Washington hatte ein bewegtes – und in mancher Hinsicht widersprüchliches – Leben vor sich. Aber 1939 war er ein Star, schlicht und einfach.

„The Kingfish“ war ein sportliches Phänomen. Der linke Halfback der UCLA Bruins stellte in seiner Karriere einen College-Rekord von 3.206 Yards für die Gesamtoffensive auf, gewann die Douglas Fairbanks Trophäe für den besten College-Spieler der USA und wurde im August 1940 in ein amerikanisches College-All-Star-Team berufen. (Er spielte auch Baseball für die UCLA an der Seite von Jackie Robinson – mit einem Durchschnitt von .454 im Jahr 1937 und .350 im Jahr 1938.)

Heute wäre sein Weg klar: von der College-Legende zum NFL-Draft zu Ruhm, Werbeverträgen und Reichtum. Aber im Jahr 1939 war das keine Option. Die NFL hatte sechs Jahre zuvor schwarze Spieler verboten. Also machte Washington seinen Abschluss an der UCLA, trainierte ein wenig und ging zur Polizei von Los Angeles, wo sein Onkel Rocky der ranghöchste schwarze Beamte war. Während des Zweiten Weltkriegs spielte er Teilzeit-Football in der Minor League – und zertrümmerte sich dabei den Knorpel in seinen Knien.

University of California at Los Angeles Bruins Football-Spieler Kenny Washington springt mit einem Football hoch in die Luft. (Foto von Library of Congress/Corbis/VCG via Getty Images)

Das Foto
Dieses Bild von Washington wurde auf dem Höhepunkt seiner College-Karriere aufgenommen, als er die 13 auf der Brust trug und 580 von 600 Minuten spielte. Die Farben der Uniform wurden in Absprache mit der UCLA nachgebildet. „In den 1930er Jahren war das UCLA-Trikot marineblau mit goldenen Schriftakzenten, und die Hose war ebenfalls goldfarben“, sagt Emily Knox, Senior Art Director der UCLA Athletic Hall of Fame. „Die Schuhe waren schwarz. Der Helm ist aus Leder mit einem helleren Braunton.“

Andere Bilder aus der gleichen Zeit zeigen Washington fotografiert mit seinen schwarzen Teamkollegen Robinson und Woodrow Strode. Auf allen Bildern strahlen Washington und seine Kameraden die Athletik und das Selbstvertrauen übernatürlich talentierter junger Sportler aus. Dennoch waren sie auf und neben dem Spielfeld regelmäßig mit rassistischen Hänseleien und Diskriminierung konfrontiert: Sie konnten zum Beispiel nicht in Texas spielen, weil Hotels und Restaurants sie nicht bedienen wollten.

Bereitstellung von Barrieren
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war die NFL gezwungen, ihre diskriminierende Politik aufzugeben: Die LA Rams, die 1945 Meister wurden und gerade aus Cleveland umgesiedelt waren, mussten afroamerikanische Spieler unter Vertrag nehmen oder sie verloren ihren Mietvertrag für das LA Memorial Coliseum. Am 21. März 1946 unterschrieb Washington als erster schwarzer Spieler in der Nachkriegszeit einen NFL-Vertrag. (Strode folgte zwei Monate später.)

Washington spielte drei Saisons mit operativ wiederhergestellten Knien und er hielt sich wacker, indem er im Durchschnitt über sechs Yards pro Carry schaffte, bevor er 1948 in den Ruhestand ging. Es gab keinen Meistertitel, und Washington wiederholte nicht den Starruhm, den er ein Jahrzehnt zuvor auf College-Ebene genossen hatte.

Allerdings hatte er in der NFL die so genannte „Color Barrier“ durchbrochen, ein ganzes Jahr bevor sein einstiger Teamkollege Robinson 1947 als erster die „Color Line“ im Baseball überschritt und für die Brooklyn Dodgers spielte.

Washington starb 1971 im Alter von 52 Jahren. Was er von der NFL heute gehalten hätte, mit ihren #takeaknee-Protesten und anhaltenden Rassenunruhen, weiß man nicht. Zweifellos aber ist seine Geschichte ein wichtiger Teil der Reise in Richtung Gleichberechtigung und Integration im amerikanischen Sport.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.