Kunstgeschichte der nördlichen Renaissance, Regionen, Stil und Merkmale

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Nördliche Renaissance Kunstgeschichte, Regionen, Stil und Merkmale

Die nördliche Renaissance war eine Zeit des großen intellektuellen und geistigen Aufbruchs. Französische, deutsche und niederländische Maler übernahmen die Führung bei der Entwicklung eines neuen Stils der Malerei, wobei sie starke gotische Elemente in ihrer Kunst beibehielten. Die politische und religiöse Situation in der Region hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf die Maler. Das daraus resultierende Chaos und die Umwälzungen in der Kirche führten dazu, dass es keinen einheitlichen künstlerischen Kern gab. Laut dem Kunsthistoriker Carleton Noyes „ist das besondere Werk der momentane Inbegriff der Gesamtbedeutung des Künstlers. Er findet diese kurze Passage in der Natur in diesem Moment schön, weil sie ausdrückt, was er fühlt und meint. Er versucht nicht, das Ding zu reproduzieren, sondern benutzt das Ding für das, was es bedeutet. Das Ding ist nur für diesen Moment: Es bedeutet alles, was vorher war. Ashe schaut zu, eine Wolke zieht über die Sonne und das Gesicht der Natur verdunkelt sich. Plötzlich bricht die Szene wieder ins Licht. An sich ist die Landschaft nicht heller als vor der Verfinsterung der Sonne. Der Maler empfindet sie durch den Kontrast heller, und unweigerlich wird seine Wiedergabe ihres Aspekts erhöht und intensiviert.“

Es gab also eine Reihe von Orten, an denen einflussreiche Kunst geschaffen wurde, mit regionalen Variationen in Technik und Stil.

Wichtige Künstler der nördlichen Renaissance

PieterBrueghel der Ältere (1525- 1569) Flämisch
PieterBrueghel der Jüngere (1564- 1638) Flämisch
LucasCranach der Ältere (1472- 1553) deutsch
AlbrechtDürer (1471- 1528) deutsch
MatthiasGrünewald (1434-1494) flämisch
HansHolbein der Jüngere (1497-1543) Deutsch
QuentinMassys (1466-1530 Flämisch
Rogiervan der Weyden (1399-1464) Niederländisch
Janvan Eyck (1385- 1441) Flämisch
RobertCampin 1375-1444 Niederländisch
HansMelming 1434-1494 Deutsch
PetrusChristus (1420-1476) Niederländisch
SimonMarmion (1425-1489) Französisch Frühniederländisch
JanProvoost (1465-1529) FlämischSchul,Niederländisch
HugoVan Der Goes (1430-1482)
Joosvan Cleve (1485 – 1540) Niederländisch
JoachimPatinir (1480 -1524) FlämischeSchule
GerardDavid (1469-1519) Frühniederländisch
Hubertvan Eyck (1385-1426) Flämisch
MichaelWolgemut (1434-1519) deutsch
MichaelPacher (1435- 1498) österreichisch
Colijnde Coter (1445-1532) niederländisch

PieterPourbus (1523-1584) FlämischeSchule
GerardHorenbout (1465- 1541) FlämischeSchule,
JeanMalouel (1365-1415) französischer Frühniederländer
HieronymusBosch (1453- 1516) Niederländer
DiericBouts der Ältere (1413-1475) Niederländer

Durch Handel und Innovation wurde Nordeuropa immer wohlhabender. Professor A.J. Wauters behauptet: „Es war die unmittelbare Folge einer großen Entwicklung in Wohlstand, Reichtum und Intellekt des Landes. Die christliche Kunst erstrahlte nun, realistisch und naturgetreu in ihren äußeren Formen, wenn auch immer noch mystisch und streng im Geist. Der Glaube existierte immer noch, und die primitive Frömmigkeit war so tief wie immer, aber der allgemeine Geist hatte sich verändert: das malerische Zeitalter hatte das symbolische abgelöst. Die Künstler interessierten sich für die Natur: sie studierten Anatomie, Landschaft, Perspektive, Architektur, Accessoires; ihre Werke verherrlichten das gegenwärtige und das zukünftige Leben. Ihre Bilder, die vor allem für Altäre und Oratorien bestimmt waren, stellten zwar nur religiöse Themen dar, erzählten aber vom Prunk, von der Eleganz, von der unvergleichlichen Pracht der Zeit der Herzöge von Burgund. Dies war die Epoche des großen Jean Van Eyck, seines Bruders Hubert, von Vander Weyden, Van der Goes, Cristus, Bouts, Memling, Gheerardt David, Hieronymus Bosch und Quentin Metsys.“

Einer der Hauptunterschiede zwischen der italienischen Renaissance und der nördlichen Renaissance besteht darin, dass die Maler des Nordens dekadente griechische und römische Einflüsse ablehnten und sich mehr auf häusliche Szenen, Satire und philosophische Themen konzentrierten. Der Humanismus war im Entstehen begriffen, und die religiöse Verehrung, obwohl immer noch ein wichtiger Teil des Lebens der Menschen, wurde umstrukturiert, um dem Glauben Rechnung zu tragen, dass der Mensch Herr seines eigenen Schicksals sein kann. Carleton Noyes behauptet: „Die materielle Welt, die wir sehen und berühren, ist nur das Symbol und die Verkörperung geistiger Zusammenhänge. Die beruhigende, befriedigende Kraft der Kunst ist darauf zurückzuführen, dass die Kunst eine spirituelle Harmonie offenbart, die das scheinbare Chaos der unmittelbaren Erfahrung übersteigt. So kommt es, dass Harmonie oder Schönheit, die vom Geist ist, vom Geist erfasst wird. Die Fähigkeit des Künstlers, die Schönheit wahrzunehmen, wird Temperament genannt. Unter Temperament ist das Wahrnehmungsvermögen zu verstehen, die Fähigkeit zu fühlen, die Fähigkeit zu Empfindungen, Emotionen und „solche intellektuellen Vorstellungen, die in ihrer Stärke und Direktheit und ihren unmittelbar realisierten Werten an der Stange der tatsächlichen Erfahrung den Empfindungen am ähnlichsten sind.“ Die Funktion des Temperaments ist es, zu empfangen und zu übertragen, zu interpretieren, den Sinn, den es offenbart, zu erschaffen. Im Ergebnis wird es nur als das Medium empfunden, durch das die dahinter stehenden Kräfte zum Ausdruck kommen.“

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