3.4 Die Große Depression und der Wandel der Familie

  1. 3.4Â Die Geschichte der Großen Depression und ihre Auswirkungen auf das Familienleben

Im Laufe des neunzehnten Jahrhunderts wurden die Familien weiterhin durch unterschiedliche soziale Klassen- und Rassenzusammenhänge geprägt, auch wenn das Ideal der Ernährer-/Hausfrauenfamilie bestehen blieb. Die Vereinigten Staaten begannen das zwanzigste Jahrhundert in einer Periode des wirtschaftlichen Wandels von einer Industriegesellschaft zu einer Dienstleistungs- und Konsumgesellschaft. Familien verschiedener sozialer Schichten und Rassen trafen auf sehr unterschiedliche Chancenstrukturen.

Die Große Depression der 1930er Jahre beeinflusste das Familienleben tiefgreifend. Überall im Land wurden Männer und Frauen entlassen. Großflächige Fabrik- und Geschäftsschließungen bedeuteten, dass es nur wenige Orte gab, an denen arbeitslose Männer Arbeit finden konnten. Die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt war groß. Die Löhne waren niedrig. Diejenigen, die Arbeit hatten, verdienten in der Regel weniger als noch ein Jahrzehnt zuvor. Der wirtschaftliche Druck, der während der Depression auf fast allen Familien lastete, war hart und wirkte sich auf die familiären Beziehungen und die Stabilität der Familie aus:

Quelle: (Coleman et al., 2007)

Während fast alle Familien eine gewisse Entbehrung als Folge der Großen Depression erlebten, waren die wirtschaftlichen Belastungen nicht gleichmäßig über die sozialen Klassen- und Rassengrenzen hinweg verteilt. Neue Forschungen von Familienhistorikern haben unterschiedliche Arten von Verwerfungen festgestellt, die von Familien in bestimmten Klassen und rassischen und ethnischen Gruppen erlebt wurden. Selbst in Zeiten weit verbreiteter wirtschaftlicher Verwerfungen bleiben Klasse und Rasse wichtige Grundlagen für die Vielfalt in Familien.

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