10 Körperliche Nebenwirkungen der Dialyse und wie man sie vermeidet

Die Dialyse ist eine lebensrettende Behandlung für Menschen mit Nierenerkrankungen im Endstadium (ESRD). Sowohl bei der Peritonealdialyse (PD) als auch bei der Hämodialyse (HD) kann es jedoch zu Nebenwirkungen der Behandlung kommen.

Diese Nebenwirkungen können leicht oder schwerwiegend sein, je nachdem, in welchem Zustand sich der Patient befindet und ob er seine Diät- und Flüssigkeitsvorschriften einhält oder nicht. Die meisten dieser Nebenwirkungen können in den Griff bekommen werden, wenn der Patient die Empfehlungen seines medizinischen Teams zur Ernährung und Flüssigkeitszufuhr sorgfältig befolgt.

Nebenwirkungen der PD

1. Hernie

Eine Hernie ist eine mögliche Nebenwirkung der PD, einer Art Heimdialysebehandlung. Die Muskeln der Bauchdecke schützen die inneren Organe und halten sie an ihrem Platz. Das Einführen eines Katheters – durch den Dialyselösung in die Bauchhöhle ein- und ausgeleitet wird – kann diese Muskeln schwächen. Wenn Patienten einen Austausch durchführen (der Prozess des Füllens, Verweilens und Ablassens der Dialyselösung), drückt der Druck der Dialyselösung im Bauchfell gegen diese bereits schwachen Muskeln. Dieser Druck könnte einen Riss verursachen, und Organe aus der Bauchhöhle könnten durch die Öffnung austreten. Eine Operation ist die einzige Möglichkeit, einen Leistenbruch zu reparieren.

2. Völlegefühl

Einigen PD-Patienten ist das Essen unangenehm, weil sie ein Völlegefühl durch die Dialyselösung in der Magengegend haben. Obwohl es sich besser anfühlt, weniger zu essen, kann dies zu einer Mangelernährung führen. Die PD-Nierendiät ist so konzipiert, dass sie die Ernährungsbedürfnisse der Patienten erfüllt. Das Timing des Austauschs (in der Regel nach den Mahlzeiten) hilft, einen Teil der Beschwerden zu lindern.

3. Blähungen und Gewichtszunahme

Blähungen und Gewichtszunahme sind häufige Beschwerden während der PD-Behandlung. Ein Teil der Gewichtszunahme ist auf die Flüssigkeit zurückzuführen, die sich durch die Dialyselösung im Bauchfell angesammelt hat. Eine Gewichtszunahme kann auch durch den Zucker in der Dialyselösung entstehen, der vom Körper aufgenommen wird und zu zusätzlichen Pfunden führt. Sprechen Sie mit einem Nierendiätassistenten und einer Krankenschwester, um zu erfahren, wie Sie Ihre Ernährungsbedürfnisse ausgleichen und Komfort während der PD erreichen können.

Nebenwirkungen der HD

4. Niedriger Blutdruck

Die häufigste Nebenwirkung der Hämodialyse ist niedriger Blutdruck. Er kann auftreten, wenn dem Blut während der Hämodialyse zu viel Flüssigkeit entzogen wird. Dadurch fällt der Blutdruck ab, und es kann zu Übelkeit und Schwindel kommen. Informieren Sie Ihr Dialyseteam, wenn Sie eines dieser Probleme bemerken.

Medikamente gegen Bluthochdruck sollten normalerweise nicht vor der Behandlung eingenommen werden, es sei denn, der Arzt verschreibt sie so.

5. Muskelkrämpfe

Patienten erleben manchmal Muskelkrämpfe, während sie sich einer Hämodialyse unterziehen. Gelegentlich reagieren die Muskeln mit Krämpfen, wenn dem Körper während der Dialyse schnell Flüssigkeit entzogen wird oder zu viel Flüssigkeit entzogen wird. Ein Arzt kann eventuell Abhilfe schaffen.

6. Blutflecken

Ein Zugang kann mit Blut verstopfen. Patienten wird geraten, den Zugang täglich zu überwachen, indem sie auf das Kribbeln (das Pulsgefühl in der Fistel oder dem Transplantat) achten, um sicherzustellen, dass er richtig funktioniert.

7. Juckende und/oder trockene Haut

Es kann mehrere Ursachen geben, aber es wird allgemein angenommen, dass hohe Phosphorwerte für juckende Haut verantwortlich sind. Phosphor wird durch die Dialyse nicht effektiv entfernt, daher sind phosphorhaltige Lebensmittel auf der Nierendiät eingeschränkt. Die Einhaltung der Richtlinien des Ernährungsberaters und die Einnahme eines Phosphorbinders können helfen, diese Nebenwirkung zu vermeiden. Dialysepatienten neigen auch zu trockener Haut, die die Ursache für Juckreiz sein kann. Vermeiden Sie heiße Duschen und scharfe Seifen und verwenden Sie feuchtigkeitsspendende Cremes.

Nebenwirkungen von HD und PD

8. Infektion

Bei der PD muss der Austausch über den PD-Katheter vorsichtig erfolgen, um das Risiko einer Infektion zu verringern. Dennoch besteht das Risiko einer Peritonitis, also einer Infektion an der Stelle, an der der Katheter in den Bauchraum gelegt wird. Peritonitis kann Fieber, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen verursachen. Die Patienten können bemerken, dass ihre Dialyselösung trübe aussieht. Eine schnelle Behandlung der Peritonitis ist der Schlüssel zur Verhinderung einer weit verbreiteten Infektion.

Um das Risiko einer Infektion zu verringern, sollte der Austausch in einem sauberen Bereich durchgeführt werden. Patienten kann auch geraten werden, ein antibiotisches Präparat an der Katheteraustrittsstelle aufzutragen.

Bei Menschen mit HD kann der Zugang (entweder eine Fistel oder ein Transplantat) bei der Hämodialyse infiziert oder entzündet werden. Den Bereich sauber zu halten, kann helfen, eine Infektion zu verhindern.

9. Sexuelle Nebenwirkungen

Die Dialyse kann sexuelle Nebenwirkungen verursachen, zu denen Lustverlust, erektile Dysfunktion und vaginale Trockenheit gehören können.

10. Psychische Erkrankungen

Patienten können auch mit Angstzuständen, Depressionen und einem veränderten Selbstbild zu kämpfen haben. Die Patienten sollten mit ihren Sozialarbeitern oder Ärzten sprechen, wenn sie eines dieser Symptome verspüren.

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