Übersicht

  • Integrierter Bargeldtransfer und Entwicklung des Humankapitals

Das laufende Projekt für integrierten Bargeldtransfer und Entwicklung des Humankapitals (PITCH) ermöglichte den schnellen Einsatz von Bargeld- und Sachmitteltransfers während der ersten Welle der Pandemie Anfang bis Mitte 2020 und der anschließenden Abriegelung: 27.567 arme und gefährdete Haushalte – fast 154.000 Menschen -, die in Dschibuti-Stadt und Balballa lebten, erhielten über einen Zeitraum von drei Monaten Lebensmittelgutscheine im Wert von jeweils 30.000FD (170 US-Dollar). Gleichzeitig wurden Bargeldtransfers an 12.300 Haushalte in ländlichen und städtischen Gebieten fortgesetzt, von denen 4.888 von der Bank finanziert wurden. PITCH hat auch begleitende Maßnahmen für die Empfänger von Geldtransfers gestartet, um die Entwicklung des Humankapitals zu fördern: Dazu gehören Informationsveranstaltungen zu Schlüsselthemen wie Ernährung, Bildung, Gesundheit und geschlechtsspezifische Gewalt sowie medizinische Versorgung vor Ort bei der vierteljährlichen Auszahlung der Geldtransfers durch eine Partnerschaft mit dem Gesundheitsministerium.

Das Projekt unterstützt die Regierung bei der Weiterentwicklung eines nationalen Sozialregisters, das als Zugang zu neun verschiedenen Sozialprogrammen dient, darunter eine subventionierte Krankenversicherung, sozialer Wohnungsbau, Nahrungsmittelhilfe und Geldtransfers. Das Sozialregister enthält jetzt Daten über 73.281 Haushalte, mehr als ein Drittel der Bevölkerung. PITCH unterstützt die Regierung bei der Umsetzung ihres Ziels, Flüchtlinge in das Sozialregister aufzunehmen, damit ihre Anspruchsberechtigung für Sozialprogramme ermittelt werden kann – bis heute wurden 661 Flüchtlingshaushalte im Rahmen von PITCH in das Register aufgenommen, wobei das Ziel bei Projektende 1.500 Haushalte sind.

Schließlich setzt das Projekt ein neues gemeindeorientiertes Entwicklungsprogramm um, das den Zugang zu humankapitalbezogener Infrastruktur im Landesinneren fördern soll. Damit die Gemeinden in die Lage versetzt werden, ihre Teilprojekte zu identifizieren und auszuführen, wird durch einen Wissensaustausch mit beninischen und senegalesischen Experten ein Schulungsprogramm für die Gemeinden entwickelt. Es wird erwartet, dass die Ausführung der Teilprojekte in einigen Monaten an 50 ausgewählten Standorten beginnen wird. Das Programm wird in Zusammenarbeit mit dem dschibutischen Staatssekretariat für Dezentralisierung, den regionalen Behörden und der dschibutischen Agentur für soziale Entwicklung (ADDS) durchgeführt, um eine stärkere Dezentralisierung der Regierungsfunktionen auf eine sehr partizipative und transparente Weise zu fördern.

  • Development Response to Displacement in the Horn of Africa Project

Die Maßnahmen des Regional Development Response to Displacement Impacts Project (DRDIP) haben den Zugang zu sozialen und wirtschaftlichen Dienstleistungen und Infrastrukturen für 97.000 Begünstigte (sowohl Einheimische als auch Flüchtlinge in den Regionen Ali Sabieh und Obock) verbessert; von den 33.000 Begünstigten aus den Gastgemeinden sind 65% Frauen. Mehr als 1.300 Begünstigte der wirtschaftlichen Entwicklungsaktivitäten haben über eine Einkommenssteigerung berichtet.

Ein konkretes Beispiel ist die Erweiterung der Hauptleitungen des nationalen Stromnetzes in der Stadt Holl Holl, von der über 2.700 Haushalte (mehr als 10.000 Begünstigte) profitieren. Die 100 neu installierten öffentlichen Leuchten sind Zeugnis der Verwirklichung einer 40-jährigen Wartezeit für die Bewohner. Rund 356 Häuser, 24 Dorfläden und eine Reihe von öffentlichen Einrichtungen wie das Gesundheitszentrum der Stadt, die Grund- und Mittelschule und das Gemeindeentwicklungszentrum profitieren von den einzelnen Anschlüssen, die derzeit hergestellt werden. Zu den wichtigsten Investitionen gehört das neu sanierte und renovierte Gesundheitszentrum in Ali Addeh, Dschibuti, das Flüchtlingen und Einheimischen gleichermaßen eine hochwertige Gesundheitsversorgung bietet. Das Zentrum ist gut besetzt und mit Krankenhausbetten, Röntgengeräten und chirurgischen Instrumenten ausgestattet, in sauberen Räumlichkeiten mit gut beleuchteten Stationen.

  • Projekt zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Gesundheitssektors

Das laufende Projekt zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Gesundheitssektors hat die Inanspruchnahme von qualitativ hochwertigen Gesundheitsdiensten für die Gesundheit von Müttern und Kindern erhöht. Bisher haben über 300.000 Begünstigte qualitativ hochwertige Gesundheitsdienste erhalten; mehr als 90.000 Frauen haben zwei bis vier pränatale Besuche erhalten; und 85% der Kinder wurden vor ihrem ersten Geburtstag vollständig geimpft. Fünf Gemeinde-Gesundheitszentren der Primärebene wurden zu Polikliniken der Sekundärebene aufgewertet, die 24-Stunden-Notfall- und Entbindungsversorgung sowie ambulante Dienste für eine Bevölkerung von fast 100.000 Menschen anbieten.

Letzte Aktualisierung: Oct 01, 2020

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